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Drafi

 

leider nur einen Sommer 2014

Drafi - ein stattlicher Kater aus Trier

Wie , als Kölner einen Kater aus Trier - wie konnte das sein ?

Eigentlich ganz einfach - Tessi mussten wir ziehen lassen und es war wieder ein Platz frei . Aber in der Nähe gab es keine FIV-possitive Katze die den Tierschutzvereinen . Im Internet hatte ich aber gesehen das dieses Tierheim sogar ein ganzes Gehege mit FIV-positiven Tieren hatte und das zu dem Zeitpunkt sogar 3 weibliche Katzen darunter waren .

DA Trier doch ziemlich weit weg war habe ich erst einmal per Mail angefragt ob sie überhaupt auch nach Köln vermitteln - keine Frage machen sie .

Als ich dann den einen Samstag dort runter fuhr erlebte ich doch eine Überraschung - ich war nicht nur willkommen , nein sie erwarteten mich mehr als gespannt und hatten extra für mich die ehrenamtliche Dame des FIV-Geheges extra aktiviert . Es fehlte wirklich bloß noch der rote Teppich .

Diese Dame namens Doris war die absolute Wut . Nicht nur das sie mich in aller Ruhe anhörte , sie hatte sogar extra Würstchen besorgt damit die Bande empfänglich für meine Anwesenheit im Gehege sein sollte .

Gefahren war ich ich eigentlich gefahren wegen der einen Katze , aber mit der Zeit kam wir dann doch zu dem Schluss das die anwesenden Mädels nicht zu Recht zu uns passten .

Aber es gab da ja auch so viele andere mögliche Kandidaten und warum nicht mal ein Trio von Katern bei uns zu Hause ?

Während wir also weiter die einzelnen Tiere besprachen und dabei versuchten die Würstchen geordnet unter die Bande zu bringen fiel mir einer besonders auf ….

 

dieses schwarz/weiße Kerlchen namens Drafi

 

Warum eigentlich ?

War er der erste im Gedränge um die Würstchen - nein das waren die Mädels ?

Schmiss er sich besonders Zuneigungs bedürftig an uns Beide ran - auch nicht .

Nee , man sah ihm einfach an das er auch so gerne zu uns und den Würstchen gekommen wäre , sich aber einfach wegen dem Getümmel durch die anderen nicht traute . Es wäre doch so gerne auch gekommen .

Man sieht ja auf dem Bild - Fressen wusste er zu genießen .

Ich hätte ihn direkt mitnehmen können , wollte aber erst noch mal drüber schlafen . Je weiter ich mich jedoch von Trier entfernte umso klarer wurde es - in das Kerlchen hatte ich mich verliebt . Und so kam es das ich mich zuHause direkt offiziell um Drafi bewarb .-

Ich bekam den Zuschlag und eine Woche später wurde er ins gelobte Land geholt .

 

Mit Antonio und Amadeus verstand er sich direkt und es gab kein Gemecker . Einzig mir nahm er wohl die lange Fahrt etwas übel und ging mir erst einmal aus dem Weg

 

Drafi fehlte es aber nur etwas an Mumm , ansonsten war er ein cleveres Kerlchen . Ziemlich schnell hatte heraus das ich für die Fütterung verantwortlich war und mich mit etwas akustischen Ansporn sogar noch etwas schneller dabei war . So stand er nach ein paar Tagen schon an der Küchenschwelle wenn ich in selbiger am vorbereiten war und krähte fröhlich vor sich hin - Hunger .

DAs dabei auch immer wieder ein schälchen Fleisch ergattert werden konnte war ganz nach seinem Geschmack und er taute immer mehr auf .

Im July zog Drafi bei uns ein und dann kam das erste Wochenende im September an dem er endlich zu Hause angekommen war - er enterte das Bett und machte es sich dort gemütlich obwohl ich in der Wohnung anwesend war .

In diesen Momenten geht einem wirklich das Herz auf und ich freute mich schon auf die kommende Zeit mit all den Kuscheleinheiten mit Drafi . Ich bin sicher er hätte diese genossen .

Leider sollte es sein letztes Wochenende bei uns gewesen sein weil er in der folgenden Woche schwer erkrankte und wie bekloppt am Atmen war .

NAtürlich fuhr ich abends direkt nach der Arbeit mit ihm in die Tierklinik nach Köln .

Dort angekommen wurde er sofort untersucht und als erstes stellte es sich heraus das er wohl doch schon gereiften Alters war . Über 3 Stunden wurde untersucht und es stellte sich heraus das seine Luftrolle schon fast völlig zu von Krebsgeschwüren war .

Für die Untersuchungen war er in Narkose gelegt worden und als sich im Gespräch mit der Tierärztin manifestierte das seine Chance den nächsten Tag noch zu erleben gegen Null gingen haben wir beschlossen ihn nicht mehr aufwachen zu lassen , sondern er durfte sich in meinen Armen friedlich auf den Weg machen .

Keine 3 Monate war Drafi bei uns und trotzdem hat er sich seinen festen Platz in meinem Herzen erobert .