Mit ihr fing alles an . . . .

 

 

Tiffi , meine erste Katze

15. September 1994 - 30. April 2001

 geboren ca. 1990

Damals führte ich im Troisdorfer Tierheim Hunde aus, die kamen raus und ich hatte auch etwas Bewegung . Doch den Katzen gehörte schon immer mein Herz . So kam es nach nicht allzu langer Zeit als ich mal wieder in einem Katzenzwinger saß , das Tiffi mich quasi als neuen Dosenöffner auswählte . Sie kam zu mir, rollte sich in meinem Schoß zusammen und schlief ein . Damit schien dann alles klar . Donnerstags holte ich sie ab, und Montags drauf brachte ich sie wieder zurück . Aber wie ihr seht, habe ich sie dann doch fast 6 Jahre lang gehabt . Das wieso und warum ist eine eigne Seite wert ( nur Pech ? ) .

Und somit hatte ich dann meine erste Katze . Tiffi war , wie  ihr  sehr  eine  schildpatt Katze . Im Tierheim vermöbelte sie alle andere , so das sie als Einzelgängerin eingestuft  wurde . Sie war vorwitzig , keck , immer für einen  Schabernack  bereit  und  eine  verfressene Gourmetkatze. Wenn ich gekocht habe, so wurde dies von erhöhten Position auf genaueste beobachtet. Kam ich mal mit einem gegrillten Hähnchen nach Hause , so wurde nicht früher Ruhe gegeben bis sie etwas davon bekommen hatte . Da wurde geschnurrt , Köpfchen gerieben und es fehlte nur noch , das sie wie eine Bulldoge zu sabbern anfing . Um sie nach einer Woche Italienurlaub wieder gnädig zu stimmen wurde selbst dort unten Samstags noch ein Hähnchen auf einem Wochenmarkt erstanden .

Ah ja, Italienurlaub . Nach ihrem Einzug bei mir ging es Ende März für eine Woche an den Garda See . Abends dort angekommen wurde der obligatorische Anruf nach Hause getätigt . Versorgt wurde sie in der Woche von netten Nachbarn und am Wochenende einer meiner Schwestern . Resultat : ich bräuchte mir eine Sorgen machen . Sie hätte Blut gespuckt und sie würden jetzt zum Tierarzt fahren . Ich war schon drauf und dran, die 1000 km direkt zurück zu fahren. Zu Tiffi's und meinem Glück hatte ich zu Hause eine Notfalladresse von einer engagierten Katzenfreundin hinterlassen . Sie organisierte ein jemanden aus ihrer Truppe, die die ganze Aktion an dem Abend durchführten - Danke Gabi . So hatte ich doch noch einen fast unbeschwerten Urlaub .

Blut gespuckt hat Tiffi danach nie wieder , es ergab sich jedoch , das sie einen äußerst nervösen Magen hatte . Ich bin noch öfter außer der Reihe mit ihr bei meiner Tierärztin gewesen . Sie fraß halt immer zu gierig , was nicht gut für sie war . Wenn sie aber ungefähr einmal pro Woche sich erbrach war eigentlich alles okay . Erst wenn das ausblieb kam es unweigerlich zu einem stärkerem Anfall . Mit den Jahren legte es sich ein bisschen . Auch fand ich damals durch Zufall heraus , das die Brekkies möglichst große Stücke sein mussten . Zurück zum Thema Nr.1 von Tiffi : Fressen . Wie schon gesagt, nichts ging über Hähnchen. Aber auch ein Brötchen mit Butter oder leberwurst wurde dankbar angenommen . Von gegrillter Forelle ganz zu schweigen . Die Küche war immer ein sehr gern aufgesuchter Ort .

Um ihr das Autofahren nicht unbedingt mit einem Tierarztbesuch zu verknüpfen , habe ich mit ihr auch auswärtige Besuche gemacht . Solange es auch meinem Schoss und nicht im Transportkorb geschah, hat sie diese auch genossen. Ich weiß, beim Auto fahren gehört jedes Tier in eine Transportbox, aber mit ihr konnte es riskieren . Sie wollte halt immer im Mittelpunkt stehen und selbst entscheiden, was es zum sehen gibt . Meine beiden Schwestern haben sich dann immer köstlich über Tiffi's Verhalten amüsiert . Normal war in ihrer Wohnung ein Bummel Gang . Kam sie aber in Reich Weite von mir und meine Hände wurde der Turbo Gang eingeschaltet, nur um dann wieder in slow Motion zu verfallen. Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es aber dann doch immer wieder dankbar und unkompliziert nach Hause . Sie wusste, dort ist es doch am Besten.

Thema Spielzeug : gekaufte Sachen - völliges Desinteresse. Aber eine Schnurr , Seidenpapier vom Blumenstrauß , oder vor allem Papp Kartons. Mehr musste es nicht sein. Selbst der kleinste Karton war gut genug, und es wurden ihre 4 bis 5 kg hinein gezwängt . Also wurde bei jedem Einkauf immer irgendein Karton zum Transport ausge- sucht, der nie schnell genug gelehrt werden konnte . Erst zum Wochenende kam er dann in die Papiertonne. Nur um dann so bald wie möglich erneuert zu werden. Irgendwie gehört so etwas aber auch meiner Meinung dazu . Ich kann doch Katzen in einer Wohnung nicht völlig steril und als reine Deko-Artikel halten . Wenn ich koche sind die Küchenplatten tabu , der gedeckte Esstisch genauso . Wenn ich aber nicht zu Hause bin, wie soll das bei Wohnungskatzen denn gehen .

Mein Bett genauso . Wenn sie mit im Bett schlafen wollen, okay . Aber es ist mein Bett . Wenn es ihnen zu unruhig wird , Pech gehabt . Ich habe mehr als genug gemütliche Katzen Schlafplätze in der Wohnung . Bis auf Tiffi hat das auch immer geklappt . Sie hatte die Angewohnheit mit Vorliebe auf mir drauf zu liegen . Und sie konnte recht hartnäckig sein . Von ihren Nachfolgern habe ich meistens am Morgen ein oder zwei Fellknäudel neben mir im Bett . Man darf nämlich morgens auf gar keinen Fall verpassen, wenn es etwas zum Futtern gibt .

Als ich dann 1998 nach dem Studium bedauerlicher Weise mich in ein äußerst Zeit intensives Berufsleben stürzte, musste trotz aller Starallüren von Tiffi ein zweite Katze , nämlich ein Kater her . Fast 3 Monate habe ich die hiesigen Tierheime abgeklappert . Dann hatte ich Mikesch im Troisdorfer Tierheim gefunden. Er war genau das, was ich für Tiffi gesucht hatte . Er war schon etwas älter , richtig schön treu doof (verzeih mir) und hatte die Ruhe weg . Er hat so gut wie alles von Tiffi geduldet , konnte aber auch bei Bedarf Tiffi Paroli geben , ohne dabei die Schranken zu überschreiten . Einmal kurz die Meinung gesagt, und dann war wieder alles in Lot . Geliebt haben die beiden sich nie so richtig, aber es war auch mehr als nur gegenseitiges Dulden . Missen wollten die Beiden sich dann doch nicht . Es muss also nicht immer junge Katze zu älteren Tier sein .Wenn man sich etwas Zeit lässt , kann auch was gleichaltriges klappen. Sie haben fast 3 Jahren zusammen gelebt .

Mein Bett genauso . Wenn sie mit im Bett schlafen wollen, okay . Aber es ist mein Bett . Wenn es ihnen zu unruhig wird , Pech gehabt . Ich habe mehr als genug gemütliche Katzen Schlafplätze in der Wohnung . Bis auf Tiffi hat das auch immer geklappt . Sie hatte die Angewohnheit mit Vorliebe auf mir drauf zu liegen . Und sie konnte recht hartnäckig sein . Von ihren Nachfolgern habe ich meistens am Morgen ein oder zwei Fellknäudel neben mir im Bett . Man darf nämlich morgens auf gar keinen Fall verpassen, wenn es etwas zum Futtern gibt .

 

Am 30.04.2001 ging Tiffi dann ihren Weg über die Regenbogenbrücke . Ihr Leiden hätte zwar kürzer sein können, oder vielleicht hätte man noch etwas machen können, aber geschehen ist geschehen ( nur Pech ? ).

 




Mach es gut Tiffi